THEATER IM GRÜNDUNGSHAUS

Entwurf für ein Theatercafé

Als in das Gründerzeit-Haus in den 1970er Jahren ein Supermarkt einzog, waren die Erdgeschosswände komplett durch Stützen ersetzt worden. Und für das Foyer-Café der neuen Kleinkunstbühne war eine Ganzglas-Fensterfront geplant.

Diese Vorstellung führte zu der Idee, man hätte das Gebäude um 4m angehoben und auf kippelige Holzbalken aufgebockt - und ließe im entstandenen Zwischenraum Veranstaltungen stattfinden. So würde das verquer zur Straße stehende Haus zum spektakulären Eyecatcher.

Für diese Raumwirkung war es wichtig, die Giebelwand des Nachbarhauses und den Bodenbelag optisch durchlaufend erscheinen zu lassen. Die bestehenden Gebäudestützen werden verspiegelt und dadurch unsichtbar. Rustikale, offensichtlich unterdimensionierte Holzbalken werden zwischen Boden und Decke verkeilt und scheinen das Gebäude leidlich zu tragen. Unter dem Gebäude schwebt ein Schwarm japanischer Papierkugel-Leuchten wie Luftblasen, sie ermöglichen eine variable Beleuchtung des Gastraums.

Status: Entwurf (2010), nicht realisiert
Schlagwörter:

Konzeption Gasträume